Lampenfieber

Lampenfieber haben nicht nur Popstars oder Menschen, die sich vor der Öffentlichkeit mit Publikum bewegen. Auch ein ganz normaler Jobstart oder ein Vorstellungsgespräch kann starkes Lampenfieber verursachen. Genau wie bei der Zusendung unserer Leserin Annett. Aber lesen Sie selbst.

Lampenfieber – Ich bin immer so aufgeregt

Vor einigen Monaten wurde ich aus meinem alten Job gekündigt. Ich war dort fast 4 Jahre und der Abschied tat schon weh, doch als Automobilzulieferer waren wir von der Krise auch mit der Abwrackprämie sehr betroffen. Jedenfalls war irgendwann im Frühjahr der Job weg. Schade eigentlich.
Ich musste zum Arbeitsamt und schrieb etliche Bewerbungen. So ungefähr 10 passende Stellen fand ich pro Monat, doch sehr oft hatte ich das Gefühl, diese seien alle nur Werbung, wenn die Unterlagen einfach zu schnell wieder zurückgesendet werden.
Dann kam endlich eine Einladung von der Firma [Name von der Redaktion entfernt] und es kam wieder zu dem kribbeligen Gefühl. Man freut sich ja schon sehr, wenn man ein Vorstellungsgespräch erhält aber ich habe dann immer soviel Lampenfieber. Das Kribbeln nach dem Einladungsschreiben wird immer ein stärkeres Wehwehchen und am Tag des Vorstellungsgespräches habe ich oft sehr starke Bauchschmerzen. Eigentlich bin ich aufgeschlossen und selbstsicher, gebe meine Kommentare auch in voller Absicht und ohne Scheu gegen den Chef. Aber Vorstellungsgespäche hauen mich immer fast um.

Auch dieses mal konnte ich die Nacht vor dem Vorstellungsgespräch nicht schlafen. Ich musste gar nicht weit fahren, aber ich hatte Angst zu verschlafen, Angst, die falschen Worte zu finden und Angst zu versagen. Erst spät in der Nacht kam ich dann zur Ruhe. Früher habe ich mal Beruhigungstropfen ausprobiert, aber dann auch promt verschlafen. Auch keine gute Idee. Während des Gespräches war alles wieder weg. Den letzten großen Magenkrampf hatte ich noch vor der Tür des Personalers aber im Büro war alles wieder wie weggeblasen.
Ich habe den Job bekommen. Die Freude war verständlicherweise sehr groß, als mir der Arbeitsvertrag zugestellt wurde. Aber am ersten Arbeitstag war es wieder da, das Gefühl mit den Schmetterlingen im Bauch, die sich nach einer Zeit anfühlen wie Steine in der Waschmaschine. Neue Kollegen und ein neues Umfeld. Die Aufgaben sind auch etwas anderes und die Branche inzwischen auch. Aber Lampenfieber habe ich immernoch, wenn ich morgens in die Firma komme.

Im Frühjahr endet meine Probezeit und ich hoffe, dass ich dann noch dabei sein darf.
Ein Mittel gegen das Lampenfieber habe ich aber auch nicht gefunden. Man könnte meinen, mit einer guten Vorbereitung kommt man durch, doch man weiß ja die Fragen im Vorstellungsgespräch nicht. Beruhigungsmittel sollte man vermeiden. Tee trinken schlägt auf die Blase und Kaffee macht es auch nicht besser. Habt Ihr vielleicht einen Tipp?

Liebe Grüße
Annett

Haben Sie einen Tipp, wie man das Lampenfieber beim Vorstellungsgespräch vermeiden kann? Kommentieren Sie gerne diesen Artikel oder machen Sie auch gerne auf unserer Umfragen-Seite mit.

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